Unser Dirigent: Helmut Schranner




Begrüßungsworte
des Dirigenten



Kulturpreisträger 2004
Zeitungsbericht
















Wer kennt ihn nicht? Den Holledauer Tausendsassa

Helmut Schranner

Seit er 10 Jahre alt ist, steht Helmut Schranner auf der Bühne. Das kommt nicht von ungefähr, denn schon sein Vater, Xaver Schranner, war als Hochzeitslader in der Holledau unterwegs und gründete mit anderen den Hörgertshauser Spielmannszug. Helmut war von 1974 bis 1979 beim Spielmannszug Nandlstadt dabei und brachte den jungen Musikern drei Jahre lang das richtige Trommeln bei. Doch hieß es, neben der Musik einen bürgerlichen Beruf zu ergreifen, von dem man leben konnte. So wurde er Konditorlehrling in der Bäckerei und Konditorei Muschler in Freising. Später übernahm er den väterlichen Betrieb und wurde Bierfahrer.
Trotzdem ließ ihn die Musik nicht los. 1980 trat er in die Band „Blue Eyes“ ein und gründete bald darauf zusammen mit seinem Freund das „Helbert-Duo“.

Sein väterlicher Freund und Berater Hugo Strasser riet ihm, die Musik von Grund auf zu lernen und an der Musikfachschule Platting zu studieren. Dies tat er auch und schloss die Fachschule mit den Fächern Saxophon, Akkordeon und Gesang ab. Damals lernte er seine Frau Afra kennen und gründete mit ihr eine Familie. Um Geld zu verdienen, stieg er in die Oktoberfestkapelle „ Heinz Müller und seine Ruhmannsfeldener Musikanten“ ein und war dort vier Jahre lang als Berufsmusiker tätig.

Dann aber machte er sich doch selbständig. Seine Frau, die selbst Musikerin ist, unter anderm Querflöte spielt und musikalische Früherziehung übt, baute mit ihm in Faistenberg die private Musikschule „Papageno“ auf. Dort und an der Sing- und Musikschule der Stadt Freising ist er Musiklehrer.
Von 1993 bis 2005 leitet er als Dirigent die Jugendblaskapelle Au in der Hallertau, die auf Grund ihres Könnens ebenfalls mit dem Förderpreis ausgezeichnet wurde und sich zu den besten Jugendblaskapellen zählen kann.
Von 1993 bis 1998 trat er mit der Tanz- und Galaband „Cherry Pink“ in ganz Bayern und darüber hinaus auf (z. B. beim Oktoberfest in Berlin, beim Bierfest in Austin / Texas, bei der Franz Beckenbauer-Stiftung).

Er eröffnete 1990 das Tonstudio „Papageno“, in dem er alte und neue Volksmusik von Größen wie dem Schrannerl Anderl, Otto Ebner, den Dellnhauser Musikanten, dem Laschinger Hans, den Nandlstädter Sängern und anderen neu bearbeitet. Besonders stolz ist er auf die Produktion des Lebenswerkes des Gstanzlsängers Roider Jakl, das er im Auftrag seines Sohnes Dr. Werner Roider neu herausbringt. Weil Helmut Schranner seit 1999 beim Bayerischen Rundfunk als freier Mitarbeiter beschäftigt ist, bearbeitet er unter anderm Hörspiel-Episoden des „Königlich bayerischen Amtsgerichts“ mit dem Schauspieler Gerd Anthoff.
In jüngster Zeit hat unser Kulturpreisträger eine weitere Leidenschaft entdeckt: das Theaterspielen. So konnte man ihn beim Schapfl-Wirt in Altfalterbach sein schauspielerisches Talent als „Boandlkramer“ im „Brandner Kaspar“ und als schlitzohrigen Totengräber Geistbeck im „Geisterbräu“ bewundern.

Seit 2000 besitzt Helmut Schranner nun seine eigene Blaskapelle, die „Holledauer Musikanten“. Mit seinen „Holledauern“ war er schon in Italien, Australien und in El Paso und das werden sicherlich nicht die letzten Auslandsreisen sein. Mit seinen Musikern spielt er bis zu 30 mal im Jahr, egal ob auf Firmenfest, Bierzelt, Empfänge, diversen Konzert oder Geburtstagen Diese zahlreichen Auftritte in der Heimat, aber auch im Ausland haben Ihm und seinen 13 Musikern mehr als Anerkennung eingebracht.